Rundmail 1

Sehr geehrte Damen und Herren,

liebe Interessenten an einer Initiative für Bestattungswälder in Sachsen,

die zahlreichen Zuschriften aufgrund des am 22.11.2013 in der LVZ und den DNN erschienenen Artikels zum Thema Waldbestattungen haben gezeigt, dass auch in Sachsen bei vielen Bürgerinnen und Bürgern der Wunsch nach einer naturnahen Bestattung besteht. Dass auch „MDR aktuell“ am Totensonntag darüber berichtet hat, sehe ich als gutes Indiz.

Wie angekündigt, war ich am Samstag dem 30.11.2013 bei der Eröffnung eines Bestattungswaldes in Sangerhausen, wo ich ein Treffen mit Herrn Witte und Herrn Ludwig von der Bürgerinitiative „Bestattungswälder in Thüringen“ hatte. Dabei wurde meine Idee bestärkt, auch in Sachsen eine Bürgerinitiative für Bestattungswälder zu gründen, um bei den entsprechenden Institutionen und Entscheidungsträgern auf dieses Thema und den Wunsch vieler Sachsen aufmerksam zumachen.

Zwei Familien, die sich auch per Mail gemeldet hatten, konnte ich auf der Veranstaltung in Sangerhausen kennenlernen und einen ersten Gedankenaustausch führen.

Da ich in vielen Zuschriften nach einer Petition gefragt wurde, möchte ich kurz darstellen warum ich diesen, meinen ersten, Gedanken nicht mehr verfolge. Ich glaube nicht, dass man damit in dieser Sache viel erreicht, selbst für den sehr unwahrscheinlichen Fall, dass das Ganze im Petitionsausschuss des Landtages NICHT im Sande verläuft. Die Formulierungen des Sächsischen Bestattungsgesetzes lassen, die Einrichtung von Bestattungswäldern nach Meinung von mit der Materie vertrauten Personen durchaus zu. In Thüringen sieht das etwas anders aus. Wichtig ist, dass für Entscheidungsträger, was am Ende kommunale Entscheidungsträger im Falle eines konkreten Vorhabens sein werden, ein großes öffentliches Interesse spürbar wird. Dieses erreicht man m.E. eher mit der nachhaltigen Arbeit einer Bürgerinitiative.

Alle potenziellen Unterstützer einer Petition können auch Mitglied der Bürgerinitiative werden, da sich aus der Mitgliedschaft satzungsgemäß keine Verpflichtungen ergeben sollten, insbesondere auch keine Beitragspflicht.

Ich werde in den nächsten Tagen ein Spendenkonto einrichten was ausschließlich für die Belange der Bürgerinitiative genutzt wird. Ebenso werde ich ein Postfach einrichten. Von dem Journalisten der LVZ und aus einer Mail habe ich erfahren, dass es auch Interessierte gibt, die nicht über Internet und E-Mail verfügen und deswegen mit der Angabe einer Kontakt-Mailadresse nichts anfangen konnten. Ich muss zu meiner Schande gestehen, dass ich daran gar nicht gedacht hatte. Auf die Angabe einer Telefonnummer muss ich aber aktuell verzichten, da ich einfach zu schlecht erreichbar bin (Schichtdienst). Vielleicht finden wir dafür bald eine Lösung.

Ebenso habe ich die Domain „pro-bestattungswald-sachsen.de“ registriert und versuche dort Schritt für Schritt Informationen zusammenzuführen.

Wenn auch Sie sich gern aktiv an den Vorbereitungen beteiligen möchten, Ideen haben oder bereits Erfahrungen mit der Gründung einer Bürgerinitiative sammeln konnten, würde ich mich über eine Rückmeldung von Ihnen sehr freuen.

Nun wünsche ich Ihnen noch eine besinnliche Adventszeit!
Herzliche Grüße aus Leipzig

Kerstin Gutfeld

[ssba]

 

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